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Liebe Mitchristen,

In diesem Monat, im Monat Mai feiern wir an Christi Himmelfahrt unser fünfzehntes Gründungsfest unserer Pfarreiengemeinschaft „Am Weinstock Jesu“! Ein kleines Jubiläum wie ich meine, in dem gerade das Monatsthema „Brücken bauen“ in unserem Pfarrbrief Brückenschlag, hineinpasst. Nicht umsonst wurde er gerade aus diesem Grund als solches auch so benannt. Gerne erinnere ich mich noch an vieles von damals, gerade wie man aufeinander zuging in den einzelnen vier Gemeinden, und dies sich als so manche Herausforderung darstellte. Waren es die Gottesdienste, die einzeln abgestimmt werden mussten, Sitzungstermine, Verwaltungsangelegenheiten und vieles, vieles mehr. Da war es wichtig, Brücken zu bauen, um gegenseitiges Vertrauen und Verständnis zu finden. Auch wenn die Brücke von Sand nach Zeil gutes Betonwerk ist und Stabilität verspricht, waren es doch Brücken, die von Mensch zu Mensch gebaut werden mussten, in dem Solidarität, Akzeptanz, gegenseitige Annahme und Achtung dabei im Mittelpunkt standen. Und gerade um das geht es beim Brücken bauen. Schon in der Planung einer Brücke heißt es auf Stabilität, Sicherheit und Material zu achten. Man möchte sicher an das andere Ufer gelangen, um neues zu entdecken und Menschen zu begegnen. Doch meist ist es gerade das, was sich manchmal schwierig gestaltet. Denn im Überschreiten der Brücke fällt doch häufig der Blick zurück auf das alte Ufer, in dem man sich zuhause und wohl fühlte. Im Betreten des anderen Ufers begegnet mir neues, unbekanntes Territorium, in dem ich mich erst zurechtfinden und neu orientieren muss. Daher fällt es manchmal schwer selbst zum Brückenbauer zu werden und auf andere zuzugehen. Es verlangt schon einiges ab Brücken zu schlagen und zu bauen. Es erfordert Mut, Verständnis, Toleranz, Annahme und vor allem christliche Liebe. In der Bibel gibt es ein solches Vorbild des Brückenbauers im hl. Apostel Barnabas. (Apg.11,19-26). Er, der kaum Erwähnung sonst findet, geht aus der Gemeinde Jerusalem nach Antiochien, um das Evangelium dort zu verkünden und die Menschen dazu zu ermutigten dem Herrn treu zu bleiben und zum Glauben zu bekehren. Er zeigt uns dabei, gerade in Hinblick auch auf unsere Pfarreiengemeinschaft, diesen Brückenschlag in einem guten Miteinander auch weiterhin fortzuführen, vielleicht im Kleinen zum Brückenbauer zu werden, um für Stabilität, Sicherheit und Halt im Überschreiten der Brücke in einem guten Miteinander zu sorgen. Vor allem aber dabei nicht den Mut, besonders aber die Ausdauer zu verlieren und nicht wie bei einem Hund den Schwanz einzuziehen und zu sagen, was geht mich das an, ich wende mich einfach von Kirche und Gemeinde ab. Nein, gerade in der jetzigen Zeit, in der wir in noch größeren Räumen zusammenwachsen sollen und vielleicht auch wollen, gilt es Farbe zu bekennen um sich als Christ und auch Brückenbauer zu zeigen. Zum 15-Jährigen wünsche ich uns, dass wir daher nicht an Beständigkeit verlieren und auch wenn wir größeren Räumen zugeordnet sind weiterhin zusammenstehen.

                                                                            

Ihr Diakon Bernhard Trunk

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